kaifuzius sagt…

Offener Brief der Piratenpartei zu ACTA

by cheGGo / Kai on Jul.21, 2010, under Uncategorized

Heute beginnt die nächste Phase unserer Kampagne gegen das geheime internationale Handelsabkommen ACTA. Die Piratenpartei hat nunmehr einen offenen Brief an die EU-Kommission und die Bundesregierung veröffentlicht, den ich meinen Lesern unbdeingt im Wortlaut ans Herz legen möchte.

Viel Spaß beim Lesen!

Offener Brief
an die EU-Kommission und
an die Regierung der Bundesrepublik Deutschland

Sehr geehrte Damen und Herren,

Seit mehr als zwei Jahren verhandeln Staaten und Staatenbünde unter
Ausschluss der Öffentlichkeit über das Handelsabkommen ACTA, das
Anti-Counterfeiting Trade Agreement. Nur gelegentlich sickern
inoffiziell Zwischenergebnisse oder vermeintliche Zwischenergebnisse
durch. Erst jüngst hat das Europäische Parlament diese Vorgehensweise
kritisiert und gefordert, die Parlamente über den jeweiligen
Verhandlungsstand zu informieren. Zu den ACTA-Verhandlungen stellen wir
Ihnen im folgenden einige Fragen und bitten Sie um Antworten.

Was sind die Gründe für die Geheimhaltung der ACTA-Verhandlungen?
Geheimhaltung ist dann sinnvoll, wenn man eine Strategie plant und seine
Gegner darüber im Unklaren lassen will. Die Geheimverhandlungen sind
also Ausdruck eines grundsätzlichen Misstrauens gegenüber der
Öffentlichkeit, in deren Interesse Sie handeln sollen.

Gleichzeitig begegnen Sie jeglicher Kritik seitens der Bürgerbewegungen
mit Unverständnis. Sie zeigen sich verwundert über die Bedenken, die
durch die intransparente Verhandlungsführung und das Durchsickern
ungesicherter Informationen erst geschürt werden.

Warum fordern Sie mehr Vertrauen in den guten Willen der
Verhandlungsdelegationen, wenn Sie selbst nicht bereit sind, den Bürgern
ebenfalls Vertrauen entgegenzubringen und den Verhandlungsstand
offenzulegen?

Warum weigern Sie sich, den aktuellen Verhandlungsentwurf zu
veröffentlichen? Damit könnten Sie doch leicht unsere Befürchtungen
entkräften, ACTA verletze Bürgerrechte.

Wir fordern:

* Der aktuelle Verhandlungsstand muss veröffentlicht werden.
* Alle betroffenen Gruppen – Politik, Zivilgesellschaft und Industrie –
müssen in die Verhandlungen einbezogen werden.
* Es muss einen Dialog zwischen den ACTA-Delegationen und der
europäischen Öffentlichkeit geben. Dieser Dialog muss offen, ehrlich und
verständlich sein.

Wir appellieren an Sie: Nehmen Sie die Verantwortung wahr, die Sie
gegenüber den Bürgern Deutschlands und Europas haben!

Wir hoffen auf baldige Antwort und verbleiben
mit freundlichen Grüßen

Piratenpartei Deutschland

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Man scheisst nicht da, wo man frisst…

by cheGGo / Kai on Jun.16, 2010, under Netzwelt

… oder anders gesagt:

Zu Gast in der Welt…

Man muss kein Fußball-Fan sein um 24 Stunden 7 Tage die Woche mit Informationen über die WM und das drumherum bombardiert zu werden…
Einen Blogartikel möchte ich in dieser Zeit aber besonders vorheben, weil er einfach Klasse geschrieben ist und an Provokation wohl kaum zu übertreffen ist (ohne sich wahrscheinlich auch noch strafbar zu machen).

Nehmt dem Neger die Tröte Weg” von Jens Berger

Bitte lest den Artikel mit der nötigen Portion Polemik und Sarkasmus.

Weltklasse. Danke.

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Der “machs doch selbst”-Reflex

by cheGGo on Jun.15, 2010, under Piratenpartei

Kennt ihr das?

Ihr wollt auf ein bestimmtes, nichtmal unbedingt dringendes, Thema hinweisen, weil euch ein Defizit aufgefallen ist?
Wenn es schlecht läuft, kommt auch der wohlformulierte, konstruktive Kritikpunkt beim Gegenüber nicht immer so konstruktiv an, wie er vielleicht für einen selbst gemeint ist…

Leider reagieren viele reflexartig mit “Ach weisst du was? Machs doch selbst“.

Häufig sind es leider die sowieso schon aktiven Piraten, die sich solche desktrutiven Phrasen an den Kopf werfen. Viele von uns laufen am Limit und wären natürlich froh, würden sich von demjenigen auch aktive Hilfe bekommen, der auf ein Problem hinweist.

So funktioniert aber keine Gemeinschaft, die viele Baustellen zu beseitigen hat, bei der jeder selbst bis zum Arsch in Arbeit hängt.

Wir müssen anfangen auch ohne den Knigge auspacken zu müssen mit Kritik umzugehen, sie aufzunehmen, sie zu reflektieren und auch die ein oder andere Kritik einfach mal in ein positives Ergebnis umwandeln.
Ich will damit keinesfalls sagen, dass wir auf die guten Manieren vorzichten müssen. Allerdings dürfen wir in der begrenzten Zeit die jeder von uns hat nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Können wir ein Defizit nicht alleine und sofort beseitigen, kann man sie z.B. auf die Todo aufnehmen und/oder in sein Arbeitsumfeld einbringen, sodass es von jemand anderen erledigt wird…

Findet man die Art und Weise nicht gerechtfertigt, in der man darauf hingewiesen hat, löst es nämlich noch lange nicht das Problem das u.U. vorliegt.
Jegliche Kraft in eine Diskussion über die Art und Weise kann für besseres genutzt werden und sei es zur Entspannung des jeweiligen Piraten selbst. :-)

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Klarmachen zum Bündeln

by cheGGo on Jun.12, 2010, under Piratenpartei


Seit längerem überlege ich mir, wie wir bei den Piraten in Hessen unsre (wenigen) Arbeitskräfte effizient nutzen können und Ergebnisse, auch über Jahre hinweg verfügbar halten können, ohne Arbeit doppelt zu machen…

Vor gut 2 Wochen habe ich dazu auf der PPH-ML eine Diskussion angestossen, bei der weitere, gute Ideen zusammengekommen sind die ich in mein Konzept eingearbeitet habe.

Ich möchte weiterhin mit euch über die Arbeitsstruktur diskutieren und sie erweitern um den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen zu können.

Beim zusammenschreiben des Konzepts ist ein Blogpost “Errektiv arbeiten ohne AGs” von tomate entstanden. Die von ihm geschilderten Erfahrungen lassen sich ohne Probleme auf das unten genannte Konzept anwenden.
Der Kompetenzbereich ACTA verwaltet das Wissen und die arbeitet findet dezentral über verschiedene Platformen (PiratenPads, IRC, lokale MLs) statt und die Ergebnisse werden an den Kompetenzbereich ACTA weitergeleitet.
Dass die Kompetenzbereiche in meinem Konzept AGs heissen, liegt auch daran, dass aus Kompetenzzentrum zwangslaeufig die kurzform KZ entstanden wäre.

Klarmachen zum Bündeln!

Die Ausarbeitung im PiratenPad zur Kommunalwahl 2011 mit modularem Wahlprogramm mit “Kernpaket” hat gezeigt, dass notwendigkeit zur Bündelung unsrer Arbeitskräfte besteht um dieses Monster mit allen Kreisverbänden und Piraten stemmen zu können.

OrganigrammDas Grundprinzip dieser Arbeitsstruktur ist die Verlegung sämtlicher Tasks auf überregionaler Landesebene, die normalerweise in AGs/AKs/PGs/KVs anfallen, um Tasks und Ergebnisse überregional zu teilen und Wissen über Jahre hinweg zu verwalten um darauf zurückzugreifen.
Die in der Abbildung gezeigten AGs sind nur noch Wissensbehälter und die Mitglieder der AGs stehen zum jeweiligen Thema als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

Beispiel: die jetzige PG Kommunalwahl organisiert einen Workshop zum Thema “Leitfaden Kommunalwahl”. Die Organisation und der Workshop selbst wären dann Tasks in der Jobbörse

Durch die Mitarbeit aller aktiven hessischen Piraten in der für Ihn jeweils aktuell interessanten Aufgabe entsteht eine Grunddynamik, die unseren Aufgaben und unserer Themenvielfalt gerecht werden könnte.
Mit einer geeigneten Wiki-Struktur (zu der André schon einige gute Ideen hatte) können alle Aufgaben gesammelt werden und die Ergebnisse an die zuständige AG weiterleiten.

Beispiel: Ich plane einen Kommunalwahl-Workshop und möchte das fertige Ergebnis (zB Terminfindung inkl. Raumbuchung für den Workshop) bis zum 10.06.2010 erarbeitet haben. Das Intresse meinerseits möglichst viele Helfer zu finden, bringt mich dazu die Planungen für den Workshop öffentlich in die Jobbörse zu stellen. Dort hinterlege ich bis wann die Aufgabe erledigt sein muss, wie zusammen gerabeitet wird (z.B. PiratenPad) und welche AG das Ergebnis zu verwalten hat.

So können zukünftig stattfindente Workshops auf die bereits erarbeiteten Ergebnisse zurückgreifen, wie zum Beispiel den selben Raum zu den gleichen und/oder günstigeren Konditionen zu buchen usw…

Eine neue AG oder ein neuer AK kann sich ohne Kontrolle bilden und stellt sich als Ansprechpartner zu einem bestimmten Thema/Organisationsbereich zur Verfügung. Gleiche Aufgaben in der Jobbörse oder parallele AGs können weiterhin existieren um ggf. Ergebnisse mit unterschiedlichen Zielen zu Verwalten oder zu erarbeiten.
Auf Basis der Jobbörse koennen sich unterschiedliche Tasks ja auch miteinander verbinden, Teilergebnisse erarbeiten und ggf. dann auch wieder getrennt weiterarbeiten. Teilergebnisse die werden an die revelanten/betreffenden AGs kommuniziert.

Jede Aufgabe die erledigt werden muss bestimmt selbst, welche Kommunikationswegen sie benutzen um die Aufgabe zu erledigen.
Idealerweise hat jeder Kompetenzbereich (wie jetzt schon auch) seine eigene Mailingliste über die zu anfallenden Aufgaben um Hilfe gebeten werden kann.

Durch eine relativ zentrale Dokumentation der Ergebnisse der einzelnen AGs/AKs bildet sich in kurzer Zeit ein Wissensreportoire auf das alle KVs zugreifen können und die Ergebnisse an ihre regionalen Bedürfnisse anpassen können.
Konsequenterweise sind dies wieder eigene Aufgaben in der Jobbörse und die neuen, erweiterten Ergebnisse werden an die zuständigen AGs weitergeleitet, sodass eine ständige Weiterentwicklung unsrer Themen stattfinden kann.

Letztendlich lässt sich dieses Prinzip auf (fast) jeden Task abbilden

Die Mitmachangebotsvielfalt steigt und alle Piraten aus Hessen können sich an regionalen Themen einer anderen AG/AK oder eines KV beteiligen, ohne das es für den Mitmachpiraten selbst ein regionales Thema ist.

Es sollte doch im Intresse aller Piraten sein, dass die Arbeit und die Ergebnisse die er produziert auch von vielen genutzt werden und weiter verarbeitet werden können.

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